Ende Oktober – Fallendes Grün

Die Energie, welche gerade noch aufbrach, ungestüm – da ist sie wieder. Teile von ihr. Fallend und sachte sinkend in das aufnehmende Dunkel. Kein Kampf mit dem Schwarz. Akzeptanz, Notwendigkeit, der Lauf des Lebens. Und so wird sich dies Grün setzen, dort unten in der Mulde. Wird zum Schwarz werden. Um wieder Grün zu sein, im nächsten Jahr …

Advertisements

Ende Oktober – Ahorn im Abendrot

Eine sehr kleine Serie über Farbe, Form und wahrnehmbare Bewegung.
Da das Geschehen gänzlich abstrakt daherkommt, sowohl im Bild als auch im Titel, ein paar Worte meinerseits.
Es ist Ende Oktober. Ein fotografisch ungemein intensiver Monat verabschiedet sich. Farbe war mein Thema dieser Tage. Der Farbe, ihrer emotionalen Kraft nachspüren, mich einfinden, sie aufnehmen, sie versuchen, zu begreifen …
Als ich an diesem Abend unter dem Ahornbaum stand, in dem für mich seltenen und so seltsamen Licht um den Sonnenuntergang herum, als sich die ohnehin rötlichen Blätter gänzlich ungewohnt und intensiv gaben – da wuchs in mir das Verlangen, Farbe und Struktur zu verdichten. Drei Tage vor einem einschneidenden körperlichen Ereignis – das Nach-oder Vorempfinden unbändiger Energieausbreitung. Energie und Bewegung hinaus, hoch hinaus über die Bildkanten.

„Und irgendwann, ausserhalb der Szene hier, wird sich das Material wieder auf die Erde legen und einen Neustart wagen. Wagen müssen.“ Roland Vögtli